„Longport“ ist ein typisches Bauernhaus aus Kent, das verschiedene Bauperioden und Umbauten zwischen 1500 und 1900 aufweisen kann. Es wurde 1992 von der Baustelle des Eurotunnel Terminals bei Folkestone zum Museum transportiert und wird vom Museum als Eingang, Laden und Büro benutzt.
Diese Scheune enthält die einleitende Ausstellung des Museums und zeigt traditionelle und regionale Baumaterien und Methoden. Die Scheune wurde wahrscheinlich gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet und ist typisch für West Sussex und das östliche Hampshire. Die großen Tore führen auf den Dreschboden, wo Korngarben mit dem Flegel handgedrescht wurden. Im restlichen Teil der Scheune wurde ungedreschtes Korn und gedreschtes Stroh gelagert.
Zollhäuschen wurden im 18. und 19. Jahrhundert an Mautschrankenstraßen errichtet, wo Wegezoll von vorbeifahrendem Verkehr erhoben wurde, der dann für Reparatur und Instandhaltung der Straßen benutzt wurde. Die Cottage aus Beeding wurde 1807 auf einer neu angelegten Straße errichtet. In der Nähe steht ein Meilenstein, der die Entfernung von 52 Meilen nach London anzeigt.
Von aussen gesehen scheint dieses Gebäude aus Feuerstein und Backstein aus dem 17. Jahrhundert zu stammen. Im Innern jedoch kann man die Reste eines mittelalterlichen Fachwerkhauses mit einer zum Dach hin offenen Diele sehen. Das „Wohnzimmer“ ist im Stil des 17. Jahrhundert eingerichtet. Der mittlere Raum zeigt den Übergang vom Gebäude des Mittelalters zu einem Wohnsitz des 17. Jahrhunderts.
Dieses Paar Cottages wurde zum Vermieten um 1865 an der neu-eröffneten Eisenbahnlinie Epsom-Leatherhead erbaut, und wurde von Landarbeitern bewohnt. Eines der Häuser ist im rohen Zustand geblieben, damit die Holzbaustruktur zu sehen ist, das andere ist im Stil des späten 19. Jahrhunderts möbliert.
Schon einige Jahre vor 1851 wurde dieses Gebäude als Schule für „6 arme Kinder aus der Gemeinde West Wittering“ benutzt. Finanziert und unterhalten wurde es von dem Oliver Whitby Wohltätigkeitsverein, der auch die Bluecoat School in Chichester unterhielt.
Dieses Gebäude war möglicherweise das Haus eines landlosen Arbeiters und stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Es hat einen Rauchfang, die frühe Version eines Schornsteins.
Dieses strohgedeckte Gebäude beherbergt einen vom Pferd angetriebenen Mechanismus, der Brunnenwasser anhebt. Durch das Entfernen eines Bolzens kann sich die Bandseiltrommel beim Herunterlassen des Eimers frei drehen. Die Geschwindigkeit des Abstiegs wird durch eine Bremse reguliert.
Der offene Schuppen wurde wahrscheinlich zu Anfang als Unterstand für Fuhrwerke benutzt, später auch als Sägeschuppen, in dem dann der Sägebalken auf die Spannbalken gehoben wurde
Dieser Getreidespeicher wurde zirka 1731 errichtet. Das Fachwerk besteht aus Ulme und Backstein, und der Speicher steht auf 16 Steinpilzen, die verhindern, daß Feuchtigkeit und Ungeziefer das Korn angreifen können. Der Speicher hat eine ungewöhnliche Größe von 20 Quadratfuß und einen benutzbaren Dachboden.
„Bayleaf“ ist das schönste der drei Häuser vom Bough Beech Reservoir, die dem Museum von der East Surrey Water Company presentiert wurden. Es wurde im 15. oder frühen 16. Jahrhundert gebaut und wurde in seiner ursprünglichen Form im Museum wieder aufgebaut. Die Gehöftgruppe wurde in 1988 zusammen mit der Scheune von Cowfold von 1536 fertiggestellt. Die Umgebung, die Farmgeräte und die reproduzierte Hauseinrichtung zeigen wie das Gehöft um zirka 1540 ausgesehen haben mag.
„Bayleaf“ ist ein Fachwerkhallenhaus und stammt hauptsächlich aus dem frühen 15. Jahrhundert. Durch einen Korridor mitSchutzwänden erreicht man die offene Diele. Neben dem Korridor liegen zwei Kammern, eine Vorratskammer und eine Speisekammer. Auf der gegenüberliegenden Seite der Diele erreicht man durch eine Tür die Treppe, die zu einem oberen Raum, genannt „solar“führt. Die Diele wird mit einem offenen Feuer beheizt
Seit 1987 hat sich das Museum bemüht Garten und Hof des Bayleaf Hauses so zu entwickeln , daß jetzt das Gehöft so getreu wie möglich den Charakter und viele Details der engeren Umgebung des frühen 16. Jahrhundert wiedergibt.
Diese aus Holz gebaute Scheune datiert von zirka 1536. Sie wurde hauptsächlich für die Lagerung und das Dreschen von Korn benutzt, vielleicht aber auch als Stallung wenn die Scheune leer stand. Dieses Gebäude steht so, daß es zusammen mit dem Bayleaf Bauernhaus ein typisches spät-mittelalterliches Wealden Gehöft formt.
Dieses Gebäude aus dem frühen 16.Jahrhundert war zu Beginn Teil eines grösseren Hauses und wurde wahrscheinlich als Küche zum Räuchern, Brauen, Waschen und täglichem Kochen benutzt. Es hat ein „crown post“ Dach und ist ein sehr gutes Beispiel für einen spätmittelalterlichen Fachwerkbau. In der Rekonstruktion ersetzen moderne Gebäude die fehlenden Teile des originalen Hauses.
Einseitig offene Unterstände auf Bauernhöfen dienten als Schutz für Rindvieh. Ursprünglich waren diese Ställe Teile von Gehöften, die zusammen mit Scheunen und Schuppen einen quadratischen Innenhof umschlossen. Diese Kuhställe wurden im späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert errichtet.
Das Museum unterhält und zieht mit traditionellen Methoden mehrereViehsorten, die in verschiedenen Bereichen des Museums zu finden sind, so zum Beispiel Shire Pferde, Rinder aus Sussexzüchtung, Southdowns Schafe und Tamworth Schweine. Nicht alle werden jederzeit auf dem Museumsgebiet zu sehen sein.
Dieses Haus ist ein Fachwerkbau und wurde 1609 errichtet. Im Vergleich zu Häusern aus dem Mittelalter hat dieses keine offene Diele. Stattdessen heizt ein großer Backsteinschornstein zwei untere Räume und einen Raum im oberen Stockwerk. Diese umwerfende Veränderung im Hausbau fand Mitte des 16. Jahrhunderts statt. „Pendean“ enthält jedoch noch einige Merkmale des Mittelalters, wie zum Beispiel die unverglasten Fenster.
Dieses Hallenhaus stammt wahrscheinlich aus dem frühen 15. Jahrhundert. Es ist ein kleines aber gutes Beispiel einer mittelalterlichen offenen Halle. Das Hauptmerkmal dieses Gebäudes ist der zentrale Dachsparren, der als Beispiel einer „cruck“ Konstruktion dient. Ein „cruck“ ist ein langer am oberen Ende gerundeter Balken, der vom Boden aus die Dachbalken abstützt. Der abgeteilte Raum rechts vom Eingang war höchstwahrscheinlich ein Lagerraum. Der innere Raum auf der linken Seite ist eine mutmaßliche Rekonstruktion eines mittelalterlichen „solars“.
Diese Rekonstruktion einer Cottage aus Feuerstein beruht auf archäologischen Beweisstücken, die bei Ausgrabungen in dem verlassenen mittelalterlichen Dorf von Hangleton stattfanden. Diese Cottage wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erbaut und im frühen 15. Jahrhundert verlassen. Sie hat zwei Räume: den Hauptraum, in dem eine offene Feuerstelle ist, und den inneren Raum, der einen Backofen enthält.
Dieser per Hand betriebene Holzkran datiert von zirka 1900 und wurde im Museum restauriert. Er kann bis zu 10 Tonnen Gewicht heben und muss von zwei Leuten bedient werden. Er wird im Holzlager zum Anheben und der Umlagerung von Baumstämmen vom Holzwaggon zu den Hau- und Sägebänken und Gruben benutzt.
Der Schuppen oberhalb des Holzlagers stammt aus Coldwaltham Sussex und wird für das Zeigen von anderen mit Holz arbeitenden Maschinen genutzt.
Diese Ausstellung zeigt die verschiedenen Abschnitte in der Konstruktion eines Holzkohlenofens und auch die Hütte eines Brenners. Holzkohle wird durch das mit beschränktem Luftzufluß kontrollierte Brennen von Holz produziert. Der Brennofen muß durchgehend bewacht werden, und so wohnte der Holzkohlenbrenner mit seiner Familie im Lager. Das Endprodukt wurde als Brennstoff, der die doppelte intensive Hitze von Holz hat, verkauft.
Ein Teil des Waldes südlich des Museums ist dem Publikum zugänglich. Hier wird an Hand eines „coppiced“ Haselnußwäldchens die Bewirtschaftung der Haselnußbäume gezeigt. Diese Methode des Dünnholzgewinns spielte eine sehr wichtige Rolle in der traditionellen Landwirtschaft.
Dieses Tretwerk-Rad wurde entwickelt, um Wasser aus einem tiefen Brunnen anzuheben. Es ist kleiner als die meisten von Eseln angetriebenen Räder und konnte von einem Mann oder Jungen angetrieben werden. Das Rad und die Behausung stammen wahrscheinlich aus dem frühen 17. Jahrhundert.
Dieses Gebäude datiert von 1620 und ist typisch für viele Markthallen, die im 16. und frühen 17.Jahrhundert gebaut wurden. Auf der Straßenebene ist ein offene Arkade, wo Waren verkauft werden oder Stände von Händlern mit einer Lizenz aufgestellt werden konnten. Der Raum im oberen Stockwerk diente als Amtsraum für den Stadtrat. Unter der Treppe befindet sich ein „Käfig“ oder lock-up für Übeltäter.
Dieses aus dem 15. Jahrhundert stammende Gebäude enthält zwei nebenanderliegende Läden, von denen nur einer Zugang zu den vorspringenden oberen Räumen hat. Am hinteren Ende dieser Läden sind offene Hallen oder „Rauchfänge“. Die oberen Stockwerke werden vom Museum als Bücherei benutzt und sind normalerweise Besuchern nicht zugänglich.
Das Hauptmerkmal dieses Gebäudes von zirka 1500 ist die Halle im ersten Stock: ein langer offener Raum, der wahrscheinlich früher als allgemeiner Versammlungsraum benutzt wurde. Das Erdgeschoss war in mehrere Räume aufgeteilt. Die nachgebliebene Struktur war ursprünglich die Mitte eines längeren Gebäudes und neue Endwände wurden angebaut um die fehlenden Wände zu ersetzen. Dieses Gebäude wird als Museumsbücherei und Veranstaltungsraum benutzt.
Dieses Gebäude ist ein klassisch mittelalterliches Hallenhaus mit vier Abteilungen und einer zentralen offenen Halle zwischen der Küchenseite und der „solar“ Seite. Das Balkenwerk ist rot bemalt, so wie es nachweislich zur ursprünglichen Bauzeit bemalt war.
Dieses Haus stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und wurde als hintere Erweiterung eines Hauses in Reigate High Street gebaut. Es enthält zwei Haupträume mit fein- geschnitzten Kaminen. Der obere Raum enthält Überreste damaliger dekorativer Wandbemalung. Dieses Gebäude ist normalerweise dem Publikum nicht zugänglich.
Dieses Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert beherbergt unten eine Klempnerei und oben eine Glaserei.
Diese Gebäude wurden im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert errichtet, und sind typische Beispiele für schmale Werkstätten, die früher allgemein in Städten und Dörfern zu finden waren. Die Witley Schreinerei beherbergt eine Ausstellung mit praktischem Lehrmaterial, die Baukonstruktionen und damit verwandte Gebiete erklärt. Sie ist nach Vereinbarung für Schulen und zu besonderen Anlässen für Familienbesuche zugänglich.
Dieses Gebäude ist ein gutes Beispiel für den Backsteinbau des frühen 17. Jahrhunderts mit Fensterstabwerk aus geformten Ziegeln. Der Innenbau brannte im späten 18. Jahrhundert aus, aber es ist anzunehmen, daß das Gebäude früher einen oberen Versammlungsraum und unten Lagerräume hatte.
Diese aus Ziegeln und Stein gebaute Struktur wurde als Unterstand für eine von Pferden betriebene „Lehmmühle“ konstruiert. Hier wurde Lehm für die Ziegelherstellung in einer kleinen ländlichen Ziegelei gemischt. Neben dem „Pugmill Haus“ steht eine „horse gin“, eine von Pferden angetriebene Pumpe aus Patching Sussex, die Brunnenwasser anhob.
Die Ziegelbank ist an einem Ende des Schuppens, der restliche Teil wurde zum Aufstapeln und Trocknen der ungebrannten Backsteine und Dachziegel benutzt. Die Ausstellung in diesem Gebäude beschreibt die Geschichte der Ziegelmacherei in der Weald und Downland Region.
Dieses Gebäude aus dem 19 Jahrhundert diente als Schutz für eine Sägegrube und ist typisch für solche Bauten, die in Dörfern und auf Gütern zu finden waren. Im Schuppen sind verschiedene Werkzeuge zur Holzbearbeitung zu sehen.
Dieser kleine Schuppen gehörte zu einem Bauernhof und wurde zum Unterstellen von Karren und Wagen benutzt. Er stammt wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert.
Dieses Gebäude ist typisch für viele Dorfschmieden. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts mit billigem aber standfestem Baumaterial errichtet. Zur Schmiedearbeit gehörte nicht nur das Beschlagen von Pferden, sondern auch die Herstellung und Reparatur von Werkzeugen und Geräten für die Bauern und Handwerker.
In diesem Gehege wurden streunende Tiere festgehalten bis die Besitzer sie abholten.
Diese aus Holz gebaute Scheune wurde ungefähr im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert errichtet. Früher hatte diese Scheune einen zentralen Dreschboden und Lagerräume zu beiden Seiten. Hier ist die Scheune Ausstellungsraum für verschiedene Bauhandwerke- wie Klempnerei, Blei-, Stein- und Maurerarbeit, Glasmalerei und Verglasung.
Dieser aus Fachwerk und mit Schindeln verkleideter Stall stammt wahrscheinlich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Er enthält Stände für 4 bis 5 Pferde oder Ochsen. Am unteren Ende des Stalles steht eine Häckselschneidemaschine, die von Pferden angetrieben wurde.
Diese Mühle mahlt Korn für Mehl und für Tierfutter. Das Überfliesswasserrad produziert genügend Kraft für zwei Paar Mühlsteine, einen Getreidereiniger und einen Sackaufzug. Die ältesten Gebäudeteile stammen wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert, aber solange das Gebäude benutzt wurde (bis zirka 1935 ), wurden viele Veränderungen an ihm und an den Maschinen unternommen. Das hier produzierte Mehl kann in der Mühle und im Museumsladen gekauft werden.
Diese von Wind angetriebene Pumpe ist ein seltenes Beispiel einer früher weit verbreiteten Maschine. Der hohle Mittelpfosten trägt die Welle und die Flügel und enthält die eiserne Stange, die Kraft zur daruntersitzenden Wasserpumpe überträgt.
Mittelalterliches Haus aus Sole Street Kent
Dieses Haus aus dem Mittelalter hat eine offene Diele mit seitlichem Stellraum und niedrigen Fenstern. Der überkreuz stehende Seitenanbau liegt am Wirtschaftsende des Hauses und wurde später angebaut, wahrscheinlich als Ersatz für einen früheren mittlealterlichen Seitenanbau. Das Gebäude dient als Restaurant und „tearoom“.